Hannes Hack #38 : Wenn ich KI hasse

Die Künstliche Intelligenz hat ihren Platz im E-Commerce und stationären Handel längst gefunden. Viele Händlerinnen und Händler verfassen zum Beispiel ihre Produkttexte mit einer KI. Klingt erst einmal praktisch, aber in vielen Fällen erkennen User die künstlich generierten Texte und das will niemand. In diesem Video zeigt Hannes wann es sinnvoll ist auf KI generierten Inhalt zu setzen

Künstliche Intelligenz - Wann sie nutzt und wann sie nervt

KI ist länmgst Teil unserer (Arbeits-)Welt. Warum auch nicht? Sie zu nutzen, ist auf jeden Fall sinnvoll und kann Prozesse und den Arbeitsalltag definitiv erleichtern. Was aber enorm wichtig ist, ist sie an der richtigen Stelle einzusetzen. Nur dann kann die KI auch korrekt arbeiten und das Ergebnis wird nicht unbedingt als Ergebnis dieser enttarnt.
Johannes Altmann ist sich sicher, dass er merkt, wenn Texte, Mails oder auch Posts hier bei LinkedIn mithilfe künstlicher Intelligenz geschrieben wurden. Und das langweilt ihn.

Künstliche Intelligenz darf nicht künstlich klingen

Johannes Altmann ist sich sicher, dass er merkt, wenn Texte, Mails oder auch Posts hier bei LinkedIn mithilfe künstlicher Intelligenz geschrieben wurden. Und das langweilt ihn. Er befürwortet die Nutzung von KI, aber eben nur unter bestimmten Voraussetzungen.
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Transkript

  • Wenn ich KI hasse

    Im Video erklärt Hannes, wann KI-generierte Texte für Kunden erkennbar entwerten und wie du KI so einsetzt, dass sie deine Inhalte wirklich verbessert statt beliebig zu machen.

    KI hin oder her – es gibt Tage, an denen ich es wirklich hasse: Ich hasse es, wenn ich LinkedIn-Beiträge lese, die eigentlich von KI erstellt wurden. Ich hasse es, wenn ich von Mitarbeitenden Entwürfe für Blogs, Inhalte oder E-Mails bekomme mit der Bitte „Kannst du nochmal kurz checken?“, und es ist erkennbar komplett von KI geschrieben. Ich will keine KI-Texte Korrektur lesen. Wir müssen wirklich aufpassen, dass wir nicht nur generischen Inhalt produzieren und dabei feststellen, dass Content dadurch eigentlich nichts mehr wert ist – oder war er das vielleicht sogar schon vorher nicht?

    In einer Fokusgruppe habe ich kürzlich mitbekommen, wie Nutzer über Produktbeschreibungen in Online-Shops diskutiert haben. Die etwa 15 Teilnehmer dieser Fokusgruppe waren sich einig, dass an diesen Produkttexten etwas nicht stimmt – sie seien zu lang, belanglos und inhaltsleer, eben typische, mittelmäßig geprompte Shoptexte. Das bringt natürlich nichts, weil inzwischen jeder Nutzer erkennt, dass da KI am Werk war – und zwar KI, die schlechten Input bekommen hat und deshalb auch keinen guten Output liefern konnte. Genauso ist es bei vielen LinkedIn-Beiträgen: Ich sehe einem Beitrag oft schon an, dass nichts dahintersteckt. Er ist ultra lang, hat viele Absätze, und trotzdem weiß ich: Im Prinzip hat das niemand wirklich selbst geschrieben. Solche Beiträge will ich dann auch gar nicht lesen.

    Wir dürfen uns unseren Content mit KI also nicht kaputt machen. Mein Rat: Prompte richtig, bring deine eigenen Gedanken mit rein, strukturiere den Text noch einmal auf deine Art, und sorg dafür, dass die KI nicht hundert Prozent deiner Arbeit übernimmt – sonst müsstest du dich am Ende fragen, warum es deinen Job überhaupt noch braucht. Nutzt also unbedingt KI, achtet aber darauf, dadurch effizienter zu werden und nicht schlechter, nicht inhaltsleerer, nicht belangloser – es muss besser werden. Eigentlich solltest du KI vor allem nutzen, um umfangreiche Inhalte kurz und prägnant darzustellen, denn Nutzer wollen kurze Texte und keine langen. Denk mal darüber nach.

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