Hannes Hack #8: Humor im Onlineshop – wie lustig darf ein Onlineshop sein?

Ist Humor im E-Commerce angebracht? Hannes erklärt in diesem Video, warum eine sympathische, authentische Kommunikation mit einer Prise Humor den Unterschied machen kann und wie Online-Händler die richtige Balance finden.

Humor als Conversion-Booster im Online-Shop?

Ein lockerer, sympathischer Ton macht Online-Shops menschlicher und zugänglicher. Hannes zeigt, wie gezielte humorvolle Elemente das Einkaufserlebnis bereichern können: von witzigen Produktbeschreibungen über charmante 404-Seiten bis hin zu kreativen Newsletter-Kampagnen. Der Schlüssel liegt in der authentischen und zielgruppengerechten Umsetzung.

Markenkommunikation mit Persönlichkeit: Die richtige Dosis Humor

Erfolgreicher E-Commerce verbindet Professionalität mit Persönlichkeit. Hannes erklärt, wie Online-Shops humorvolle Elemente strategisch einsetzen können, ohne dabei unseriös zu wirken. Ein ausgewogener Mix aus informativen und unterhaltsamen Inhalten schafft ein einzigartiges Markenerlebnis, das in Erinnerung bleibt.

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Transkript

  • Humor im Onlineshop – wie lustig darf ein Onlineshop sein?

    Im Video diskutiert Hannes, ob ein Online-Shop lustig sein darf, und zeigt anhand mehrerer Beispiele, wie Humor gezielt für mehr Sympathie und Kundenbindung sorgen kann.

    Shoppen ist eine Freizeitbeschäftigung, und wenn du einen Online-Shop betreibst, bist du eigentlich ein Unterhaltungsunternehmer. Wenn du bei Google recherchierst, findest du super viele Seiten zu kreativen 404-Lösungen – die 404-Seite ist ja eigentlich die Seite, die kommt, wenn keine Seite kommt. Dafür gibt es Entschuldigungsseiten, Videos, Animationen. Aber offensichtlich ist die 404-Seite oft das einzig Lustige in einem Online-Shop. Deshalb die Frage: Darf ein Shop überhaupt lustig sein? Meiner Meinung nach ja, denn Customer Happiness – wir haben da mal die Happiness Pyramide entwickelt – entsteht unter anderem auch durch Originalität und Stimulation. Originalität würde heißen, dass du vielleicht besonders witzig bist, denn witzig heißt eben auch sympathisch. Deshalb würde ich sagen: Ein Shop darf auch witzig sein.

    Es gibt zum Beispiel Plugins, mit denen du gleich zu Beginn ein Glücksrad anzeigen lassen kannst, das man drehen muss, um einen Rabatt zu bekommen, zum Beispiel bei Temu. Das ist irgendwie total dämlich – aber ich glaube, den Konsumenten gefällt diese spielerische Art, sich Rabatte zu ziehen. Es ist nicht wirklich super lustig, aber irgendwie trotzdem charmant. Ich habe außerdem mal in einem Online-Shop bestellt, bei dem die Danke-Seite ein Video zeigte: Die Mitarbeiter taten überrascht, dass gerade eine Bestellung reingekommen war, rannten los, suchten die Ware und eine Verpackung, packten alles zusammen, und einer lief damit zur Post – ein kleines Schnelldurchlauf-Video. Ich fand das ultrawitzig. Warum soll man solche Dinge nicht mal machen und den Shop ein bisschen interessanter, mit mehr Freude gestalten?

    Beim letzten Shop Usability Award hat sich zum Beispiel der Online-Shop BavariaShop.com beworben, und ich weiß noch, wie sich die Jury in der Sitzung weggeschmissen hat, weil im gesamten Shop alles auf Bairisch formuliert war – das Cookie, der Warenkorb, einfach alles. Das war einfach witzig, dass der Shop sich selbst so beschreibt. Und warum auch nicht? Warum kann man nicht mal lachen, wenn es um Merchandising- und Souvenirartikel geht? Tatsächlich kann jeder Shop witzig sein, warum eigentlich nicht? Gerade im B2C-Bereich, wo es um Leidenschaft, Freude und besondere Produkte geht, darf Shoppen auch mal Spaß machen – Shoppen ist eine Freizeitbeschäftigung.

    Du könntest also deinen Online-Shop mal auf die Waagschale legen und dich fragen: Sind wir eigentlich fähig, Spaß zu machen? Du bist ein Unterhaltungsunternehmer, du kannst auch mal kreativ und witzig sein. Gute Ideen sorgen immer für Begeisterung, deshalb solltest du es ausprobieren. Jetzt bist du dran – überleg mal, was bei dir machbar wäre.

Über den Autor
Johannes Altmann
Johannes Altmann – genannt Hannes – hat über 20 Jahre Erfahrung (mit Usability) im E-Commerce. Als Gründer und Geschäftsführer des Shop-Analyse-Unternehmens Shoplupe hat er sich seither den Ruf als Experte für Usability, insbesondere Anwenderfreundlichkeit von Onlineshops, erarbeitet. In Kooperation mit easyCredit-Ratenkauf verrät Hannes in der Video-Serie "Hannes Hacks" jede Woche wertvolle Tipps und gibt dir Einblicke darin, wie du deinen Onlineshop für deine Kunden attraktiver und dadurch erfolgreicher machen kannst. Folge uns auf LinkedIn, und erfahre jede Woche mittwochs einen neuen "Hannes Hack".

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