Wer trägt das Ausfallrisiko bei BNPL im Handel?

Bei den gängigen BNPL-Modellen für Händler übernimmt der Zahlungsdienstleister das volle Zahlungsausfallrisiko. Der Händler erhält den Kaufbetrag garantiert, abzüglich der vereinbarten Servicegebühr. Die Forderung gegenüber dem Endkunden liegt beim BNPL-Anbieter.

Ähnliche Fragen

Wie bereiten sich Händler auf die BNPL-Regulierung ab November 2026 vor?

Händler sollten ihren BNPL-Partner auf CCD-II-Konformität prüfen, Checkout-Strecken und Werbemittel an die neuen Informationspflichten anpassen und sicherstellen, dass Bonitätsprüfungsprozesse dokumentiert und auditierbar sind. Eine frühzeitige Umstellung vermeidet operative Engpässe zum Stichtag.

Ist BNPL auch für stationäre Händler relevant?

BNPL entwickelt sich zum Omnichannel-Instrument. Ratenkauf am Kassenterminal im Ladengeschäft (Point of Sale), im Direktvertrieb und bei telefonischen Bestellungen wächst.

Die CCD-II-Regulierung gilt kanalunabhängig für jede Form der Absatzfinanzierung.

Welche Gebühren fallen für Händler bei BNPL an?

Laut EHI-Studie 2026 liegt der Mittelwert für Rechnungskauf bei 1,42 % vom Umsatz. Ratenkauf-Gebühren liegen je nach Anbieter, Branche und Risikoklasse zwischen 2 und 5 % (YouGov für Galaxus, 2026). Darin enthalten sind Zahlungsgarantie, Mahnwesen und Forderungsmanagement.

Wie unterscheidet sich seriöser Ratenkauf von unseriösen BNPL-Anbietern?

Seriöse Anbieter prüfen die Bonität vor jeder Transaktion, kommunizieren Gebühren vollständig, lehnen Transaktionen bei negativer Prognose ab und unterliegen der Finanzaufsicht. Unseriöse Anbieter verzichten auf Bonitätsprüfung, locken mit intransparenten Konditionen und betreiben Cross-Selling an der Händler-Kundenbasis.