Wettbewerbsvergleich Payment-Modelle im deutschen Handel 2026 – Teil 2
BNPL ist im Checkout schnell eingebaut – und genauso schnell falsch eingeordnet. Denn „Buy Now Pay Later“ kann im deutschen Handel alles sein: ein 30-Tage-Aufschub für kleine Warenkörbe, ein Wallet-Feature mit starker Endkundenmarke oder ein regulierter Ratenkauf, der auch 2.500 € bis 4.500 € sauber abbildet. Wer Zahlungsarten nur nach Gebühren vergleicht, übersieht oft die Punkte, die später im Betrieb auffallen: Finanzierungstiefe, Auszahlungslogik, Omnichannel-Fähigkeit, Sichtbarkeit nach dem Kauf und die Frage, wer die Kundenbeziehung wirklich hält.
Dieser Benchmark liefert einen strukturierten Vergleich mit Blick auf die drei Anbieter, die im Alltag der meisten Händler ständig aufschlagen: PayPal, Klarna und easyCredit Business Services. Sie sehen, welche Logik hinter den Modellen steckt, wo sie zuverlässig funktionieren (und wo nicht) und was sich 2026 durch die CCD II-Regulierung voraussichtlich verschiebt.
Warum BNPL im deutschen Handel nicht gleich BNPL ist
Buy Now Pay LaterSammelbegriff für alle Zahlarten, bei denen Kundinnen und Kunden erst nach dem Kauf zahlen – von der kurzfristigen Stundung über Rechnungskauf bis zum Ratenkauf. Die Ausprägungen unterscheiden sich stark in Laufzeit, Regulierung und Risiko. (BNPLSammelbegriff für alle Zahlarten, bei denen Kundinnen und Kunden erst nach dem Kauf zahlen – von der kurzfristigen Stundung über Rechnungskauf bis zum Ratenkauf. Die Ausprägungen unterscheiden sich stark in Laufzeit, Regulierung und Risiko.) ist ein Oberbegriff, der im deutschen Handel mindestens vier Modelle umfasst:
- RechnungskaufDer Kunde erhält die Ware zuerst und zahlt den vollen Betrag danach in einer Summe, typischerweise innerhalb von 14 bis 30 Tagen. Zählt zu den beliebtesten Zahlarten im deutschen Online-Handel. (Zahlung in 14–30 Tagen),
- „Später zahlenKurzfristiger, meist zinsfreier Zahlungsaufschub von rund 30 Tagen – eine der einfachsten BNPL-Varianten für kleinere bis mittlere Warenkörbe.” (z. B. 30 Tage zinsfrei),
- “Pay in 3BNPL-Variante, bei der der Kaufpreis zinsfrei in drei oder vier Raten über kurze Zeiträume aufgeteilt wird – meist ohne umfassende Bonitätsprüfung, was sich durch neue Regulierung ändert.” bzw. “Pay in 4BNPL-Variante, bei der der Kaufpreis zinsfrei in drei oder vier Raten über kurze Zeiträume aufgeteilt wird – meist ohne umfassende Bonitätsprüfung, was sich durch neue Regulierung ändert.” (3 oder 4 zinsfreie Raten)
- RatenkaufDer Kaufpreis wird in festen monatlichen Raten über einen vereinbarten Zeitraum bezahlt. Der Händler erhält den vollen Betrag meist sofort vom Anbieter, der auch das Ausfallrisiko trägt. (feste Monatsraten über definierte Laufzeiten) und
- KreditkaufVariante des BNPL-Modells für höhere Summen und längere Laufzeiten mit vollständiger, regulierter Bonitätsprüfung – die 'schwerste' Form der Ratenfinanzierung im Zahlungsarten-Mix. (höhere Summen, längere Laufzeiten, regulierte BonitätsprüfungPrüfung, ob eine Kundin oder ein Kunde voraussichtlich in der Lage ist, eine Finanzierung zurückzuzahlen. Grundlage für die Kreditentscheidung bei Ratenkauf, Rechnungskauf und Kredit.).
Die Unterscheidung ist operativ relevant, weil jedes Modell andere Ausfallrisiken, Auszahlungslogiken und Retoureneffekte mit sich bringt.
Ein Möbelhändler mit einem durchschnittlichen Warenkorb von 1.800 € hat mit einem 14-Tage-Zahlungsaufschub ein anderes Problem als ein Fashion-Retailer mit 85 € Durchschnittsbestellung. Der Zahlungsaufschub löst kundenseitig bei 1.800 € kein echtes Finanzierungsproblem. Der Ratenkauf über 24 Monate schon. Hier beginnt die strukturelle Differenzierung.
| BNPL-Modell | Zahlungszeitraum |
Typischer Einsatzbereich |
Finanzierungs- wirkung |
Regulatorische Anforderung |
|---|---|---|---|---|
| Rechnungskauf | 14 - 30 Tage | Alle Warenkorbgrößen | Zahlungsaufschub | Gering |
| „Später zahlen" | ~30 Tage Zinsfrei | Kleine bis mittlere Warenkörbe | Zahlungsaufschub | Mittel (ab CCD II) |
| Ratenkauf | 2 - 60 Monate | Mittlere bis große Warenkörbe (ab 500 €) | Ratierliche Finanzierung | Hoch (Kreditwürdigkeitsprüfung) |
| Kreditkauf | 12 - 60 Monate | Große Warenkörbe (ab 1.000 €) | Ratierliche Finanzierung | Hoch (Banklizenz erforderlich) |
- Rechnungskauf
- 14 - 30 Tage
- „Später zahlen"
- ~30 Tage Zinsfrei
- Ratenkauf
- 2 - 60 Monate
- Kreditkauf
- 12 - 60 Monate
- Rechnungskauf
- Alle Warenkorbgrößen
- „Später zahlen"
- Kleine bis mittlere Warenkörbe
- Ratenkauf
- Mittlere bis große Warenkörbe (ab 500 €)
- Kreditkauf
- Große Warenkörbe (ab 1.000 €)
- Rechnungskauf
- Zahlungsaufschub
- „Später zahlen"
- Zahlungsaufschub
- Ratenkauf
- Ratierliche Finanzierung
- Kreditkauf
- Ratierliche Finanzierung
- Rechnungskauf
- Gering
- „Später zahlen"
- Mittel (ab CCD II)
- Ratenkauf
- Hoch (Kreditwürdigkeitsprüfung)
- Kreditkauf
- Hoch (Banklizenz erforderlich)
- Conversion steigern, indem die Kaufbarriere „Preis“ im Checkout sinkt.
- Warenkorbwerte erhöhen, weil eine Finanzierungsoption Upselling ermöglicht.
- Checkout-Abbrüche reduzieren, denn eine fehlende Zahlungsart gehört zu den häufigsten Abbruchgründen.
Die EHI-Studie 2025 bestätigt: RatenkaufDer Kaufpreis wird in festen monatlichen Raten über einen vereinbarten Zeitraum bezahlt. Der Händler erhält den vollen Betrag meist sofort vom Anbieter, der auch das Ausfallrisiko trägt. erzielt die mit Abstand höchsten durchschnittlichen Einkaufsbeträge aller Zahlungsarten im deutschen E-Commerce.1
Wo sich easyCredit Business Services strukturell von Kurzfrist-BNPL unterscheiden
easyCredit Business Services positionieren sich mit ihrem Payment-Angebot als echter RatenkaufDer Kaufpreis wird in festen monatlichen Raten über einen vereinbarten Zeitraum bezahlt. Der Händler erhält den vollen Betrag meist sofort vom Anbieter, der auch das Ausfallrisiko trägt. und echter RechnungskaufDer Kunde erhält die Ware zuerst und zahlt den vollen Betrag danach in einer Summe, typischerweise innerhalb von 14 bis 30 Tagen. Zählt zu den beliebtesten Zahlarten im deutschen Online-Handel. mit Banklizenz, nicht als kurzfristiger Zahlungsaufschub. Der easyCredit-RatenkaufDer Kaufpreis wird in festen monatlichen Raten über einen vereinbarten Zeitraum bezahlt. Der Händler erhält den vollen Betrag meist sofort vom Anbieter, der auch das Ausfallrisiko trägt. deckt Finanzierungsbeträge von 200 bis 10.000 € bei Laufzeiten von zwei bis 60 Monaten ab. Die easyCredit-Rechnung ergänzt das Angebot im Bereich 50 bis 5.000 €. Strukturell ist das ein anderes Produkt, als ein 14-Tage- oder 30-Tage-Modell.
Der Unterschied zeigt sich im Checkout-Prozess: Während Klarna und PayPal auf Wallet-Logik mit schneller Freigabe setzen, basiert der easyCredit-Ratenkauf auf einem regulierten Finanzierungsprozess mit Sofortzusage. Das klingt nach mehr Aufwand, löst aber ein Problem, das Wallet-basierte Modelle bei höheren Beträgen nicht adressieren: eine echte Kreditwürdigkeitsprüfung, die sowohl Händler als auch Käufer absichert. Die genossenschaftliche Banken-DNA dahinter bedeutet konkret: Überschuldungsprävention ist Teil des Geschäftsmodells, kein Marketingversprechen.
Drei Anbieter, drei Logiken: Was PayPal, Klarna und easyCredit Business Services jeweils abdecken
Die Marktanteile der Zahlungsarten im deutschen E-Commerce geben einen ersten Orientierungsrahmen:
• PayPal führt mit 28,5 %, Rechnung liegt bei 25,8 %, RatenkaufDer Kaufpreis wird in festen monatlichen Raten über einen vereinbarten Zeitraum bezahlt. Der Händler erhält den vollen Betrag meist sofort vom Anbieter, der auch das Ausfallrisiko trägt. bei 4,3 % mit Verdopplung in drei Jahren.2 Doch Marktanteile allein sagen wenig über die Eignung für ein konkretes Geschäftsmodell.
• Klarna optimiert für breite Merchant-Coverage in Fashion, Electronics und General Retail. Die eigene App dient als Kundenbindungsinstrument, die Wallet-Strategie zielt auf schnelle Checkouts bei kleinen bis mittleren Warenkörben. Klarna baut nach dem Kauf eine eigene Beziehung zum Endkunden auf.
• PayPal hält den höchsten Marktanteil im deutschen E-Commerce und durchdringt besonders das KMU-Segment. Pay Later funktioniert als Zusatzfeature im bestehenden Ökosystem, Finanzierungsbeträge reichen bis ca. 5.000 Euro. Auch PayPal bindet Kunden in das eigene Ökosystem ein.
• easyCredit Business Services adressieren gezielt mittlere bis große Warenkörbe (200 bis 10.000 Euro) mit Laufzeiten bis 60 Monate, bzw. 50 bis 5000 Euro bei Zahlung mit easyCredit-Rechnung. Die hausinterne Kundenbetreuung läuft über Telefon, E-Mail und Video-Chat. Es gibt keine ForderungsabtretungProzesse rund um offene Zahlungsforderungen, inklusive Mahnwesen. Bei der Forderungsabtretung tritt der Händler seine Forderung an einen Finanzierungspartner ab, der das Ausfallrisiko übernimmt. an Dritte und kein Inkasso über externe Dienstleister. Der Händler bleibt Eigentümer der Kundenbeziehung. Die Kanalfähigkeit umfasst Online, stationär und Direktvertrieb.
Ein konkreter Unterschied: Wenn ein Consumer-Electronics-Händler einen Fernseher für 2.500 € verkauft, bietet Klarna je nach Konfiguration einen RatenkaufDer Kaufpreis wird in festen monatlichen Raten über einen vereinbarten Zeitraum bezahlt. Der Händler erhält den vollen Betrag meist sofort vom Anbieter, der auch das Ausfallrisiko trägt. mit variablen Konditionen. PayPal Pay Later deckt den Betrag ab, leitet den Kunden aber in das PayPal-Ökosystem. easyCredit Business Services ermöglicht einen regulierten RatenkaufDer Kaufpreis wird in festen monatlichen Raten über einen vereinbarten Zeitraum bezahlt. Der Händler erhält den vollen Betrag meist sofort vom Anbieter, der auch das Ausfallrisiko trägt. von zwei bis 60 Monaten, bei dem der Händler den Kundenkontakt behält und ein persönlicher Ansprechpartner zur Verfügung steht.
| Kriterium | easyCredit-Ratenkauf | Klarna | PayPal |
|---|---|---|---|
| Finanzierungsbeträge | 200 bis 10.000 € | Variabel, typisch bis 5.000 € | Bis ca. 5.000 € |
| Maximale Laufzeit | 60 Monate | Variabel typisch bis 36 Monate | Variabel |
| Zielgruppe Warenkorb | Mittlere bis große Warenkörbe | Kleine bis mittlere Warenkörbe | Kleine bis mittlere Warenkörbe |
| Kanalfähigkeit | Online, stationär, Direktvertrieb | Primär Online | Primär online |
| Kundenbeziehung nach Kauf | Bleibt beim Händler | eigene App, direkter Kundenkontakt | Eigenes Ökosystem |
| Regulatorischer Status | Deutsche Vollbanklizenz (KWG), Bafin-/ Bundesbank-Aufsicht, BVR-Institutssicherung | Schwedische Banklizenz (Finansinspektionen), via EU-Pass in DE tätig, schwedische Einlagensicherung | Luxemburgische Banklizenz (CSSF), via EU-Pass in DE tätig, luxemburgische Einlagensicherung (FGDL) |
| Kundenbetreuung | Telefon, E-Mail, Video-Chat (hausintern) | App-basiert | Digital über PayPal-Plattform |
| Forderungsmanagement | Keine Abtretung an Dritte | Eigenes System | Eigenes System |
- Finanzierungsbeträge
- 200 bis 10.000 €
- Maximale Laufzeit
- 60 Monate
- Zielgruppe Warenkorb
- Mittlere bis große Warenkörbe
- Kanalfähigkeit
- Online, stationär, Direktvertrieb
- Kundenbeziehung nach Kauf
- Bleibt beim Händler
- Regulatorischer Status
- Deutsche Vollbanklizenz (KWG), Bafin-/ Bundesbank-Aufsicht, BVR-Institutssicherung
- Kundenbetreuung
- Telefon, E-Mail, Video-Chat (hausintern)
- Forderungsmanagement
- Keine Abtretung an Dritte
- Finanzierungsbeträge
- Variabel, typisch bis 5.000 €
- Maximale Laufzeit
- Variabel typisch bis 36 Monate
- Zielgruppe Warenkorb
- Kleine bis mittlere Warenkörbe
- Kanalfähigkeit
- Primär Online
- Kundenbeziehung nach Kauf
- eigene App, direkter Kundenkontakt
- Regulatorischer Status
- Schwedische Banklizenz (Finansinspektionen), via EU-Pass in DE tätig, schwedische Einlagensicherung
- Kundenbetreuung
- App-basiert
- Forderungsmanagement
- Eigenes System
- Finanzierungsbeträge
- Bis ca. 5.000 €
- Maximale Laufzeit
- Variabel
- Zielgruppe Warenkorb
- Kleine bis mittlere Warenkörbe
- Kanalfähigkeit
- Primär online
- Kundenbeziehung nach Kauf
- Eigenes Ökosystem
- Regulatorischer Status
- Luxemburgische Banklizenz (CSSF), via EU-Pass in DE tätig, luxemburgische Einlagensicherung (FGDL)
- Kundenbetreuung
- Digital über PayPal-Plattform
- Forderungsmanagement
- Eigenes System
Warum hohe Warenkörbe eigene Payment-Regeln haben
Branchen wie Möbel, Consumer Electronics, Sport und Outdoor, DIY und Garten oder Musikinstrumente arbeiten mit durchschnittlichen Warenkörben zwischen 500 und 5.000 € oder mehr. In diesen Segmenten stößt Kurzfrist-BNPLSammelbegriff für alle Zahlarten, bei denen Kundinnen und Kunden erst nach dem Kauf zahlen – von der kurzfristigen Stundung über Rechnungskauf bis zum Ratenkauf. Die Ausprägungen unterscheiden sich stark in Laufzeit, Regulierung und Risiko. an strukturelle Grenzen:
Ein 30-Tage-Zahlungsaufschub löst bei einem Sofa für 3.200 € kein Finanzierungsproblem.
Längere Laufzeiten bis 60 Monate ermöglichen echte Kaufentscheidungen bei beratungsintensiven Sortimenten. Das ist kein Komfort-Feature, sondern ein Conversion-Faktor. Wenn die passende Finanzierungsoption im Checkout fehlt, bricht der Kunde ab oder kauft ein günstigeres Produkt. Beides kostet Marge.
easyCredit Business Services ersetzen dabei weder PayPal noch Klarna im Standard-Checkout. Die Positionierung ist eine gezielte Ergänzung für das Segment, in dem Standard-BNPLSammelbegriff für alle Zahlarten, bei denen Kundinnen und Kunden erst nach dem Kauf zahlen – von der kurzfristigen Stundung über Rechnungskauf bis zum Ratenkauf. Die Ausprägungen unterscheiden sich stark in Laufzeit, Regulierung und Risiko. nicht ausreicht. Payment-Strategien basieren auf einem durchdachten Mix, nicht auf Entweder-oder-Entscheidungen.
Gebühren allein erzählen nicht die ganze Geschichte
Ein typischer Fehler bei der Payment-Bewertung: die reine Transaktionskostenbetrachtung. DisagioProzentualer Abschlag vom Händlerumsatz, den der Händler an den Zahlungsanbieter für eine Ratenkauf- oder Finanzierungslösung zahlt – vergleichbar mit einer Transaktionsgebühr. und Fixgebühren sind sichtbar, aber sie verdecken relevante Kostenblöcke. ForderungsmanagementProzesse rund um offene Zahlungsforderungen, inklusive Mahnwesen. Bei der Forderungsabtretung tritt der Händler seine Forderung an einen Finanzierungspartner ab, der das Ausfallrisiko übernimmt., Retoureneffekte und Liquiditätsbindung gehören in jede ehrliche Kalkulation.
Die relevanten Bewertungsgrößen jenseits der Transaktionskosten umfassen: den Conversion-Effekt (wie viele zusätzliche Abschlüsse generiert die Zahlungsart), den durchschnittlichen Warenkorb (steigt der Average Order ValueDer durchschnittliche Bestellwert pro Kauf. Eine zentrale Kennzahl, um die Wirkung von Zahlungsarten wie Ratenkauf auf den Umsatz pro Bestellung zu messen. durch die Finanzierungsoption), die Risikoübernahme (wer trägt das AusfallrisikoDas Risiko, dass eine Kundin oder ein Kunde eine Rechnung, Rate oder einen Kredit nicht zurückzahlt. Bei vielen Finanzierungspartnern trägt der Anbieter dieses Risiko statt des Händlers.), die Auszahlungslogik (wann erhält der Händler sein Geld) und die Prozesskosten im ForderungsmanagementProzesse rund um offene Zahlungsforderungen, inklusive Mahnwesen. Bei der Forderungsabtretung tritt der Händler seine Forderung an einen Finanzierungspartner ab, der das Ausfallrisiko übernimmt. (internes Mahnwesen vs. vollständige Übernahme durch den Anbieter).
Eine Beispielrechnung verdeutlicht die Logik: Wenn eine Finanzierungsoption den durchschnittlichen Warenkorb um 15 % steigert und gleichzeitig die RetourenquoteAnteil der gekauften Waren, die von Kundinnen und Kunden zurückgeschickt werden. Beeinflusst maßgeblich, ob sich eine Finanzierungsoption für den Händler wirtschaftlich lohnt. um 20 % senkt, können höhere Transaktionskosten überkompensiert werden. Der BNPLSammelbegriff für alle Zahlarten, bei denen Kundinnen und Kunden erst nach dem Kauf zahlen – von der kurzfristigen Stundung über Rechnungskauf bis zum Ratenkauf. Die Ausprägungen unterscheiden sich stark in Laufzeit, Regulierung und Risiko. Insights Report von Riverty (2025) und Erfahrungswerte aus dem Markt bestätigen, dass Ratenkäufer tendenziell seltener retournieren als Rechnungskäufer.
Wer nach dem Kauf präsent bleibt – und was das für Händler bedeutet
Zahlungsarten beeinflussen Vertrauen, Abbruchquote und Abschlusswahrscheinlichkeit direkt im Checkout. Doch die strategische Dimension reicht weiter: Wer bleibt nach dem Kauf sichtbar? Klarna baut über die eigene App eine Beziehung zum Endkunden auf. PayPal leitet Kunden in sein eigenes Ökosystem. In beiden Fällen verlagert sich der Post-Purchase-Touchpoint teilweise auf den Drittanbieter.
Bei easyCredit-RatenkaufDer Kaufpreis wird in festen monatlichen Raten über einen vereinbarten Zeitraum bezahlt. Der Händler erhält den vollen Betrag meist sofort vom Anbieter, der auch das Ausfallrisiko trägt. und easyCredit-Rechnung bleibt die KundenhoheitDie Frage, wem die Beziehung zum Endkunden nach dem Kauf gehört – dem Händler oder dem Zahlungs-/BNPL-Anbieter, der Kundendaten und Kommunikation in ein eigenes Ökosystem verlagern kann. beim Händler. Anders als bei vielen Wallet-basierten BNPLSammelbegriff für alle Zahlarten, bei denen Kundinnen und Kunden erst nach dem Kauf zahlen – von der kurzfristigen Stundung über Rechnungskauf bis zum Ratenkauf. Die Ausprägungen unterscheiden sich stark in Laufzeit, Regulierung und Risiko.-Anbietern entsteht kein eigenes Shopping-Ökosystem mit Abwerberisiko.Für Händler, die ihre Customer Journey selbst steuern wollen, ist das ein struktureller Unterschied, der sich nicht in Gebührentabellen abbildet, aber in der langfristigen Kundenbindung bemerkbar macht.
Auch die Datenhoheit spielt eine Rolle: Wer hat Zugriff auf Transaktionsdaten und Kundenverhalten? Bei plattformgetriebenen Modellen fließen diese Daten in das Ökosystem des Anbieters. Bei einem partnerschaftlichen Modell bleiben sie dort, wo sie hingehören.
Payment 2026: Trends, Verschiebungen und neue Gewichtungen
Die Payment-Strategien zeigen 2026 klare Trends. Digital Wallets wie Apple Pay und Google Pay werden zur Baseline-Erwartung: 46,8 % der Händler planen Apple Pay, 36,2 % Google Pay (EHI 2025). WeroNeue europäische Bezahllösung (Wallet), die als gemeinsame Alternative europäischer Banken zu internationalen Zahlungsanbietern positioniert wird. positioniert sich als europäische Alternative. Klassische Zahlarten bleiben relevant, differenzieren sich aber: Rechnung verliert leicht auf 25,8 % (–0,9 Prozentpunkte), Kreditkarte wächst auf 12,3 % (+0,9 Prozentpunkte).
Innerhalb der BNPLSammelbegriff für alle Zahlarten, bei denen Kundinnen und Kunden erst nach dem Kauf zahlen – von der kurzfristigen Stundung über Rechnungskauf bis zum Ratenkauf. Die Ausprägungen unterscheiden sich stark in Laufzeit, Regulierung und Risiko.-Kategorie findet eine Ausdifferenzierung statt. Schnelle Kurzfrist-Modelle bedienen kleine Warenkörbe. Rechnungslösungen stehen unter Druck durch die EU-VerbraucherkreditrichtlinieNeue EU-Richtlinie, die ab November 2026 auch kurzfristige BNPL-Modelle und Kleinkredite unter 200 Euro einer verpflichtenden Bonitätsprüfung und strengeren Informationspflichten unterwirft. CCD IINeue EU-Richtlinie, die ab November 2026 auch kurzfristige BNPL-Modelle und Kleinkredite unter 200 Euro einer verpflichtenden Bonitätsprüfung und strengeren Informationspflichten unterwirft.. Echte Raten- und Kreditmodelle für größere Warenkörbe wachsen strukturell mit einer prognostizierten jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 11,7 % bis 2031 (ResearchAndMarkets 2026).
Die CCD IINeue EU-Richtlinie, die ab November 2026 auch kurzfristige BNPL-Modelle und Kleinkredite unter 200 Euro einer verpflichtenden Bonitätsprüfung und strengeren Informationspflichten unterwirft. tritt im November 2026 in Kraft und verlangt Kreditwürdigkeitsprüfungen auch für kurzfristige BNPLSammelbegriff für alle Zahlarten, bei denen Kundinnen und Kunden erst nach dem Kauf zahlen – von der kurzfristigen Stundung über Rechnungskauf bis zum Ratenkauf. Die Ausprägungen unterscheiden sich stark in Laufzeit, Regulierung und Risiko.-Angebote. Die internationale Strategieberatung Oliver Wyman prognostizierte bereits 2025 steigende Compliance-KostenKosten, die einem Unternehmen entstehen, um regulatorische Vorgaben (z. B. Kreditwürdigkeitsprüfung, Dokumentationspflichten) einzuhalten. und eine Konsolidierung zugunsten regulierter Anbieter mit bestehender Banklizenz3. Für easyCredit Business Services als Anbieter mit genossenschaftlicher Banklizenz ist das kein Umstellungsaufwand, sondern bestehende Praxis.
Wie sich Zahlungsarten im Handel sinnvoll bewerten lassen
Kein Payment-Modell funktioniert isoliert. Der Mix aus Zahlungsarten bestimmt die Performance im Checkout. Drei konkrete Schritte helfen bei der Bewertung:
- Die BNPLSammelbegriff für alle Zahlarten, bei denen Kundinnen und Kunden erst nach dem Kauf zahlen – von der kurzfristigen Stundung über Rechnungskauf bis zum Ratenkauf. Die Ausprägungen unterscheiden sich stark in Laufzeit, Regulierung und Risiko.-Kategorie intern sauber differenzieren
Rechnung, RatenkaufDer Kaufpreis wird in festen monatlichen Raten über einen vereinbarten Zeitraum bezahlt. Der Händler erhält den vollen Betrag meist sofort vom Anbieter, der auch das Ausfallrisiko trägt. und KreditkaufVariante des BNPL-Modells für höhere Summen und längere Laufzeiten mit vollständiger, regulierter Bonitätsprüfung – die 'schwerste' Form der Ratenfinanzierung im Zahlungsarten-Mix. sind unterschiedliche Produkte mit unterschiedlichen Effekten auf Conversion, Warenkorb und Retouren. -
Den Fit zum Geschäftsmodell prüfen, statt auf Bekanntheit zu setzen
Nicht Marktpräsenz oder Brand Awareness sind das Kriterium, sondern die Frage: Passt das Modell zum Sortiment, zur Zielgruppe, zum Kanal? Gebühren, Conversion, AusfallrisikoDas Risiko, dass eine Kundin oder ein Kunde eine Rechnung, Rate oder einen Kredit nicht zurückzahlt. Bei vielen Finanzierungspartnern trägt der Anbieter dieses Risiko statt des Händlers. und Warenkorbentwicklung gehören gemeinsam auf den Prüfstand. -
Modelle für große Warenkörbe gezielt getrennt bewerten
Standard-Checkout-Zahlarten decken den Basisfall ab. Für Warenkörbe ab 500 € braucht es dedizierte Finanzierungslösungen. Persönliche Betreuung und Prozessstabilität sind dabei Auswahlkriterien, die in der Praxis den Unterschied machen.
Wenn ein DIY-Händler eine Küche für 4.500 € online verkauft, reicht ein schneller „Später zahlenKurzfristiger, meist zinsfreier Zahlungsaufschub von rund 30 Tagen – eine der einfachsten BNPL-Varianten für kleinere bis mittlere Warenkörbe.“-Button nicht aus. Hier braucht es einen regulierten RatenkaufDer Kaufpreis wird in festen monatlichen Raten über einen vereinbarten Zeitraum bezahlt. Der Händler erhält den vollen Betrag meist sofort vom Anbieter, der auch das Ausfallrisiko trägt. mit transparenten Konditionen, Sofortzusage und einen Ansprechpartner, der bei Rückfragen erreichbar ist.
Genau das ist der Bereich, in dem easyCredit-RatenkaufDer Kaufpreis wird in festen monatlichen Raten über einen vereinbarten Zeitraum bezahlt. Der Händler erhält den vollen Betrag meist sofort vom Anbieter, der auch das Ausfallrisiko trägt. seine Stärke ausspielt: größere Finanzierungssummen bis 10.000 €, Laufzeiten bis 60 Monate, deutsche Ansprechpartner, keine ForderungsabtretungProzesse rund um offene Zahlungsforderungen, inklusive Mahnwesen. Bei der Forderungsabtretung tritt der Händler seine Forderung an einen Finanzierungspartner ab, der das Ausfallrisiko übernimmt. und eine Omnichannel-FähigkeitFähigkeit eines Zahlungs- oder Finanzierungsangebots, über alle Vertriebskanäle hinweg (Online-Shop, Ladengeschäft, Außendienst) einheitlich verfügbar zu sein. über Online, stationär und Direktvertrieb.
Payment wird zum strategischen Differenzierungshebel
2026 entscheidet im Payment nicht mehr die Frage, ob BNPLSammelbegriff für alle Zahlarten, bei denen Kundinnen und Kunden erst nach dem Kauf zahlen – von der kurzfristigen Stundung über Rechnungskauf bis zum Ratenkauf. Die Ausprägungen unterscheiden sich stark in Laufzeit, Regulierung und Risiko. angeboten wird, sondern welche Variante davon zu welchem Warenkorb passt. Marktanteile zeigen Reichweite, nicht Eignung. Ein RatenkaufDer Kaufpreis wird in festen monatlichen Raten über einen vereinbarten Zeitraum bezahlt. Der Händler erhält den vollen Betrag meist sofort vom Anbieter, der auch das Ausfallrisiko trägt. über 60 Monate ist ein anderes Produkt als ein 30-Tage-Aufschub – mit anderem Risiko, anderer Auszahlungslogik und anderer Wirkung auf Conversion und Wiederkaufsrate. Wer diese Differenzierung nicht intern abbildet, verliert genau dort Marge, wo sie am leichtesten zu heben wäre: im beratungsintensiven Segment ab 500 €.
Die CCD IINeue EU-Richtlinie, die ab November 2026 auch kurzfristige BNPL-Modelle und Kleinkredite unter 200 Euro einer verpflichtenden Bonitätsprüfung und strengeren Informationspflichten unterwirft. verschärft diese Trennung ab November 2026 zusätzlich.
Anbieter mit Banklizenz und etablierter KreditwürdigkeitsprüfungRegulatorisch vorgeschriebene, systematische Prüfung der Rückzahlungsfähigkeit anhand nachvollziehbarer Kriterien (Einkommen, Ausgaben, Verpflichtungen) – strenger als eine einfache Bonitätsabfrage. haben keinen Umstellungsaufwand vor sich, weil sie das, was reguliert wird, ohnehin praktizieren. Für Händler heißt das: Die Stabilität der Payment-Partner gewinnt an Gewicht. Wer einen Anbieter wählt, der erst in regulatorische Konformität hineinwachsen muss, übernimmt dessen Übergangsrisiko mit.
Eine belastbare Payment-Strategie 2026 entsteht deshalb nicht aus der Frage „Welche Zahlungsart fehlt uns noch?“, sondern aus einer ehrlichen Bewertung der eigenen Warenkörbe, Zielgruppen und Kanäle – und aus einem Mix, der Standardabwicklung und echte Finanzierung sauber trennt. Der Standard-Checkout deckt das Volumen ab. Eine dedizierte Finanzierungslösung wie der easyCredit-RatenkaufDer Kaufpreis wird in festen monatlichen Raten über einen vereinbarten Zeitraum bezahlt. Der Händler erhält den vollen Betrag meist sofort vom Anbieter, der auch das Ausfallrisiko trägt. adressiert das Segment, in dem aus einem „Vielleicht später“ ein Abschluss wird.
Beide haben ihren Platz, aber sie ersetzen einander nicht.
Quellenangaben:
1EHI Retail Institute (2025): EHI-Studie „Online-Payment 2025“ (Pressemitteilung: „PayPal festigt Spitzenposition“). URL: https://www.ehi.org/presse/paypal-festigt-spitzenposition/
(Zugriff am 29.04.2026).
2EHI Retail Institute (2025): EHI-Studie „Online-Payment 2025“ (Pressemitteilung: „PayPal festigt Spitzenposition“). URL: https://www.ehi.org/presse/paypal-festigt-spitzenposition/
(Zugriff am 20.04.2026).
3Oliver Wyman (2025): Impact of CCD2 on Buy Now Pay LaterSammelbegriff für alle Zahlarten, bei denen Kundinnen und Kunden erst nach dem Kauf zahlen – von der kurzfristigen Stundung über Rechnungskauf bis zum Ratenkauf. Die Ausprägungen unterscheiden sich stark in Laufzeit, Regulierung und Risiko. Services in Europe.
URL: https://www.oliverwyman.com/our-expertise/insights/2025/feb/impact-of-ccd2-on-buy-now-pay-later-services-in-europe.html
(Zugriff am 30.04.2026).
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