Wie MAD Gaming mit Ratenkauf über 1,5 Millionen Euro zusätzlichen Umsatz erzielt
Diese Ratenkauf-Case-Study zeigt am Beispiel von MAD Gaming, wie sich genau diese Lücke schließen lässt – ohne Umbauprojekt im Payment und ohne BNPL-Logik, die bei großen Warenkörben aussteigt. Mit easyCredit als Ratenkauf-Option im Checkout entstanden 2025 über 1,5 Millionen Euro Umsatz, der sonst sehr wahrscheinlich als Abbruch oder Downgrade geendet hätte.
Wenn der Wunsch-PC 3.000 Euro kostet, aber das Konto Nein sagt
MAD Gaming ist ein spezialisierter Online-Händler für High-End-Gaming-Systeme. Das Sortiment umfasst AMD-Gaming-PCs, Intel-Gaming-PCs und Creator-Systeme, typischerweise in einem Preisbereich von 1.500 Euro bis über 5.000 Euro. Die Zielgruppe sind Gaming-Enthusiasten zwischen 20 und 35 Jahren, oft mit gutem Einkommen, aber ohne 2.500 Euro oder mehr an sofort verfügbarer Liquidität.
Die Komponenten-Inflation verschärft das Problem. Kunden, die vor einem Jahr noch einen soliden Gaming-PC für 1.800 Euro konfiguriert haben, landen 2025 bei 2.100 Euro oder mehr für eine vergleichbare Ausstattung. Die Reaktion im Shop ist vorhersehbar: Konfigurationen werden heruntergestuft, Kaufentscheidungen verschoben, Warenkörbe abgebrochen. Die Nachfrage existiert, aber der Checkout wird zur Hürde.
| Zahlart | Liquditätsbedarf | Warenkorbabdeckung | Eignung für High-End-Gaming-PCs |
|---|---|---|---|
| PayPal | Vollzahlung sofort | Unbegrenzt | Niedrig (Liquiditätshürde) |
| Kreditkarte | Vollzahlung sofort | Kreditrahmen-abhängig | Mittel (Kreditrahmen oft begrenzt) |
| Vorkasse | Vollzahlung sofort | Unbegrenzt | Niedrig (höchste Hürde) |
| Klarna | Vollzahlung oder kurze Raten | Bis ca. 1.500 EUR | Niedrig (Limit-Problem) |
| easyCredit-Ratenkauf | Monatliche Rate | 200 Euro – 10.000 EUR | Hoch (optimiert für 1.500 EUR – 5.000 EUR) |
Liquditätsbedarf
Warenkorbabdeckung
Eignung für High-End-Gaming-PCs
PayPal
PayPal
PayPal
Kreditkarte
Kreditkarte
Kreditkarte
Vorkasse
Vorkasse
Vorkasse
Klarna
Klarna
Klarna
easyCredit-Ratenkauf
easyCredit-Ratenkauf
easyCredit-Ratenkauf
Bisherige Zahlarten bei MAD Gaming, darunter PayPal, Kreditkarte, Vorkasse und Klarna, setzen volle Liquidität zum Kaufzeitpunkt voraus. Bei einem Spontankauf im High-End-Bereich fehlt genau diese Liquidität. Das Ergebnis: Conversion-Verluste im margenstärksten Segment.
Warum klassische BNPL-Anbieter bei 2.000 Euro an ihre Grenzen stoßen
Buy Now, Pay Later (BNPL) bezeichnet Zahlungsmodelle, bei denen Kunden einen Kauf in Raten oder mit Zahlungsaufschub begleichen. Die meisten BNPL-Anbieter sind auf Massenmarkt-Warenkörbe zwischen 50 Euro und 500 Euro optimiert. Bei Bestellwerten über 1.500 Euro treten zwei strukturelle Schwächen auf.
Das Kreditlimit-Problem:
Viele Anbieter setzen Obergrenzen bei 1.000 Euro bis 1.500 Euro. Warenkörbe darüber werden schlicht nicht finanziert. Die Zusagequote (Approval Rate) sinkt genau dort, wo die Finanzierung den größten Hebel hätte.
Das Laufzeit-Problem:
Kurze Laufzeiten von drei bis sechs Monaten führen bei einem Warenkorb von 2.500 Euro zu monatlichen Raten zwischen 400 Euro und 830 Euro. Das übersteigt die Schmerzgrenze der meisten Käufer.
Die Erkenntnis aus der Praxis:
Kunden entscheiden primär nach der monatlichen Rate, nicht nach dem Gesamtpreis. Eine Rate von 80 Euro pro Monat fühlt sich machbar an. Eine Rate von 625 Euro nicht.
| Kriterium | Klassischer BNPL-Anbieter | easyCredit-Ratenkauf |
|---|---|---|
| Finanzierungslimit | Bis 2.500 EUR | Bis 10.000 EUR |
| Maximale Laufzeit | 3 bis 6 Monate | Bis 60 Monate |
| Monatliche Rate bei 2.500 Euro Warenkorb | 400 EUR bis 830 EUR | Ca. 50 Euro bis 80 EUR |
| Zielgruppe Warenkorbwert | 50 EUR bis 500 EUR | High-Ticket ab 1.500 EUR |
| Approval Rate bei >1.500 Euro | Sinkend | Optimiert für High-Ticket |
Klassischer BNPL-Anbieter
easyCredit-Ratenkauf
Finanzierungslimit
Finanzierungslimit
Maximale Laufzeit
Maximale Laufzeit
Monatliche Rate bei 2.500 Euro Warenkorb
Monatliche Rate bei 2.500 Euro Warenkorb
Zielgruppe Warenkorbwert
Zielgruppe Warenkorbwert
Approval Rate bei >1.500 Euro
Approval Rate bei >1.500 Euro
Für MAD Gaming bedeutete das konkret: Die bestehenden Zahlarten deckten den Bereich bis 1.000 Euro gut ab. Darüber offenbarte sich eine Finanzierungslücke im Checkout, die weder PayPal noch Klarna schließen konnten. Kunden, die einen Gaming-PC für 2.500 Euro konfiguriert hatten, standen vor der Wahl zwischen Vollzahlung und Kaufabbruch. Viele wählten den Abbruch.
Praxis bei MAD Gaming: 2.350 Euro Gaming-PC, 90,38 Euro im Monat
Der easyCredit-Ratenkauf deckt Warenkörbe von 200 Euro bis 10.000 Euro ab und bietet Laufzeiten von bis zu 60 Monaten. Damit schließt er exakt die Lücke, die klassische BNPL-Anbieter im High-Ticket-Segment hinterlassen.
Wie sich das in der Praxis auswirkt, zeigen die Zahlen von MAD Gaming. Der durchschnittliche Warenkorbwert bei Zahlung mit easyCredit liegt dort bei 2.350 Euro (Durchschnitt 2022–2025) – ein Bestellvolumen, das per Kreditkarte oder Sofortüberweisung in vielen Haushalten schlicht nicht in einem Schritt realisierbar ist.
Die Kunden wählen im Schnitt eine Laufzeit von 26 Monaten. Statt einer einmaligen Belastung von 2.350 Euro sieht der Kunde im Checkout also eine Rate, die in sein Monatsbudget passt. Der psychologische Unterschied ist erheblich – und er zeigt sich direkt im Umsatz:
Von 2022 bis 2025 hat sich das easyCredit-Volumen bei MAD Gaming von 300.000 Euro auf 1,2 Millionen Euro vervierfacht.
| Schritt | Ohne Ratenkauf | Mit easyCredit-Ratenkauf |
|---|---|---|
| 1. Konfiguration | Gaming-PC für 2.350 EUR zusammengestellt | Gaming-PC für 2.350 EUR zusammengestellt |
| 2. Checkout | Zahlungsoptionen: Vollzahlung erforderlich | Ratenkauf-Option sichtbar: ca. 60 EUR pro Monat |
| 3. Entscheidung | Liquiditätsprüfung: 2.500 EUR nicht verfügbar | Monatliche Rate passt ins Budget |
| 4. Reaktion | Downgrade auf 1.200 EUR PC oder Kaufabbruch | Kauf der Wunschkonfiguration |
| 5. Ergebnis | Conversion-Verlust oder reduzierter Warenkorbwert | Conversion und maximaler Warenkorbwert |
Ohne Ratenkauf
Mit easyCredit-Ratenkauf
1. Konfiguration
1. Konfiguration
2. Checkout
2. Checkout
3. Entscheidung
3. Entscheidung
4. Reaktion
4. Reaktion
5. Ergebnis
5. Ergebnis
Die technische Integration bei MAD Gaming erfolgte über ein Shopware-Plugin. Kein aufwändiges API-Projekt, keine monatelange Entwicklungszeit. Die Echtzeit-Entscheidung im Checkout sorgt dafür, dass Kunden sofort wissen, ob die Finanzierung genehmigt ist. Kein Medienbruch, keine PostIdent-Hürde für Bestandskunden, keine Wartezeit.
MAD Gaming 2025: Über 1,2 Millionen Euro Umsatz, der ohne Finanzierung nicht existiert hätte
Die Zahlen aus dem Jahr 2025 sprechen eine klare Sprache. Der easyCredit-Ratenkauf generierte bei MAD Gaming einen Umsatz von 1,2 Millionen Euro.
Es handelt sich nicht um Umsatz, der von anderen Zahlarten abgewandert ist. Es sind Ratenkauf finanzierte Käufe, die ohne diese Option nicht stattgefunden hätten. Kunden, die bei Vollzahlung abgebrochen oder heruntergestuft hätten, kaufen mit Ratenzahlung die Konfiguration, die sie tatsächlich wollen. Der Ratenkauf ist kein Substitut, sondern ein zusätzlicher Umsatzkanal.
Die Positionierung im Zahlartenmix ist bemerkenswert: Ratenkauf liegt bei MAD Gaming vor klassischen Kartenzahlungen und kurzfristigen Zahloptionen. Bei einem durchschnittlichen Warenkorbwert im vierstelligen Bereich ist das nachvollziehbar. Je höher der Preis, desto relevanter wird die monatliche Rate als Entscheidungskriterium.
Genossenschaftliche Verantwortung statt Plattform-Logik
Ein häufiger Einwand gegen BNPL-Modelle lautet: Wer übernimmt das Ausfallrisiko? Gibt es versteckte Gebühren? Und sind die Konditionen wirklich transparent, oder handelt es sich um Sales-Material in Whitepaper-Verkleidung?
Bei easyCredit-Ratenkauf liegt die volle Risikoübernahme beim Anbieter des Payment-Angebots – also der TeamBank – nicht beim Händler. Der Händler erhält seine Zahlung, unabhängig davon, ob der Kunde seine Raten bedient. Kein Ausfallrisiko, keine nachträglichen Abzüge, keine bösen Überraschungen in der Liquiditätsplanung.
Die genossenschaftliche Banken-DNA zeigt sich in einem weiteren Punkt: Überschuldungsprävention ist kein Marketing-Claim, sondern Geschäftsmodell. Jede Finanzierung durchläuft eine verantwortungsvolle Bonitätsprüfung. Das schützt Kunden vor Überschuldung und Händler vor schlechten Bewertungen. Für die Zielgruppe von MAD Gaming, digital-affine Käufer zwischen 20 und 35 Jahren, die preisbewusst, aber qualitätsorientiert sind, schafft das Vertrauen.
Die Kundenhoheit bleibt beim Händler. Keine Abwerbung in ein fremdes Ökosystem, keine Plattform-Logik, keine Weiterleitung. Der Kunde kauft bei MAD Gaming und bleibt Kunde von MAD Gaming. Das unterscheidet die TeamBank mit ihren Business Services (Ratenkauf und Rechnung) strukturell von Anbietern, die Payment als Einstieg in eine eigene Kundenbeziehung nutzen.
Warum der Finanzierungsbedarf im Gaming-Segment strukturell weiter steigt
Der globale BNPL-Markt wächst laut Persistence Market Research von 48,7 Mrd. USD (2026) auf 212,2 Mrd. USD bis 2033, bei einem CAGR von 23,4 %. SkyQuest Technology beziffert das Wachstum auf 245,74 Mrd. USD bis 2033.
In beiden Prognosen ist das High-Ticket-Segment der zentrale Wachstumstreiber.
Deloitte und The Paypers schätzen die aktuelle BNPL-Marktgröße 2025 auf rund 560 Mrd. USD Gross Merchandise Value (GMV).
Finanzierung im Checkout wird zum Standard, nicht zum Sonderweg.
Gleichzeitig wächst der deutsche Gaming-PC-Markt auf 5,47 Mrd. USD bis 2030. Die Nachfrage ist da, aber die Preise machen Finanzierung zur Voraussetzung für Conversion im High-End-Bereich.
Wer als Händler im CE- oder Gaming-Segment kein passendes Payment-Angebot für Warenkörbe über 1.500 Euro anbietet, verliert Umsätze an Wettbewerber, die es tun. Die MAD Gaming Ratenkauf-Case-Study zeigt, dass dieser Umsatz nicht theoretisch ist, sondern sich in konkreten Zahlen messen lässt: 1,5 Millionen Euro über die Zahlungslösungen der easyCredit Business Services in einem Jahr.
Drei konkrete Schritte für Händler im High-Ticket-Segment
- Analysieren Sie Ihre Checkout-Abbrüche nach Warenkorbwert. Wenn die Abbruchrate ab 1.000 Euro oder 1.500 Euro signifikant steigt, fehlt mit hoher Wahrscheinlichkeit eine passende Finanzierungsoption.
- Prüfen Sie, welche Warenkorbhöhen Ihre bestehenden Zahlarten tatsächlich abdecken. Viele BNPL-Anbieter kommunizieren hohe Limits, aber die reale Approval Rate sinkt bei steigenden Beträgen. Fragen Sie nach den tatsächlichen Zusagequoten im Bereich über 1.500 Euro.
- Testen Sie einen Ratenkauf-Anbieter mit langen Laufzeiten und hohen Limits als Ergänzung zu Ihrem bestehenden Zahlartenmix. Die Shopware-Plugin-Integration von easyCredit zeigt, dass der technische Aufwand überschaubar ist. Der Umsatzeffekt lässt sich innerhalb weniger Wochen messen.
Checkout-Optimierung endet nicht bei Ladezeiten und Button-Farben. Wer Conversion-Potenzial im Payment-Prozess systematisch erschließen will, benötigt belastbare Daten, klare Gebührenstrukturen und Integrationswege, die zur eigenen Infrastruktur passen.